Was ist weltwärts
"Weltwärts" ist die übergeordnete Koordinierungsstelle des gleichlautenden Freiwilligenprogramms. Seit seiner Gründung im Jahr 2008 hat das Programm große Erfolge verzeichnet und rund 20.000 Freiwillige entsandt. Weltwärts wurde vom "Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung" (BMZ) ins Leben gerufen und wird durch dieses finanziell gefördert. Wenn du einen Freiwilligendienst mit weltwärts leistest, engagierst du dich vor Ort für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei ist ein Einsatz zwischen 6 und 24 Monaten möglich.
- Einsatzbereiche und Zielländer
- Arbeitsbedingungen und Begleitseminare
- Teilnahmebedingungen
- Weitere notwendige Qualifikationen
- Kosten und Finanzierung
- Welche Organisationen entsenden weltwärts-Freiwillige?
- Was gibt es bei der Bewerbung für einen Dienst bei weltwärts zu beachten?
Einsatzbereiche und Zielländer
Fakten
Das Wichtigste zu weltwärts
- Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst
- Gefördet duch das BMZ
- Einsatz in Entwicklungs- und Schwellenländern
Bei weltwärts geht es darum, die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Industrieländern und Ländern mit Entwicklungsbedarf aufzubauen und zu fördern.
Der Dienst "weltwärts" ist ein "entwicklungspolitischer Freiwilligendienst" (vgl. weltwaerts.de). Die Einsatzmöglichkeiten liegen im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Sektor und sind breit gefächert. So können sich die Freiwilligen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur, Menschenrechte, Landwirtschaft und Umwelt engagieren. Bei weltwärts geht es darum, die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Industrieländern und Ländern mit Entwicklungsbedarf aufzubauen und zu fördern. Die Teilnehmenden sollen während ihres Einsatzes für die bestehenden Entwicklungsprobleme sensibilisiert werden. Dabei steht das interkulturelle Lernen im Mittelpunkt. Freiwilligenarbeit mit weltwärts ist deshalb nur in Entwicklungs- und Schwellenländern möglich. Die Einsatzstellen liegen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien, mit besonderem Schwerpunkt auf afrikanische Länder.
Arbeitsbedingungen und Begleitseminare
Arbeitszeit an der jeweiligen Einsatzstelle beträgt ca. 40 Stunden pro Woche, wobei die Arbeitstage von der Einsatzstelle festgelegt werden. Bei einem Jahr Aufenthaltszeit besteht ein Anspruch auf mindestens 20 Urlaubstage. Für die Zeit ihres Einsatzes erhalten die Teilnehmenden eine/n Mentor/in, welche/r die Einweisung in das neue Umfeld und das Projekt vornimmt und als Ansprechpartner/in zur Verfügung steht. Während der Einsatzzeit finden im Zielland pädagogische Begleitseminare statt. Die Teilnahme an diesen Zwischenseminaren, sowie an Vorbereitungs- und Nachbereitungsseminaren ist verpflichtend. Die Freiwilligen haben hier die Möglichkeit, das Erlebte zu reflektieren und aufgetretene Probleme zu lösen. Die Teilnehmenden sind dazu verpflichtet alle drei Monate einen Bericht zur aktuellen Entwicklung sowie einen Abschlussbericht zu schreiben. Darin geben sie der weltwärts-Koordinierungsstelle und der jeweiligen Entsendeorganisation Feedback über aktuelle Fortschritte und Schwierigkeiten des Projektes. Eine in der lokalen Sprache formulierte Version des Berichts wird auch der Aufnahmeorganisation ausgehändigt. Nach der Rückkehr nehmen die Volunteers an einer Online-Befragung teil.
Teilnahmebedingungen
Am weltwärts-Programm können generell alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland teilnehmen die zwischen 18 und 28 Jahre alt sind. Für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen gilt ein Höchstalter von 30 Jahren. Die Teilnehmenden müssen über die deutsche Staatsbürgerschaft oder ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland verfügen. Berufserfahrung ist nicht erforderlich, eine abgeschlossene Schulausbildung hingegen schon. Akzeptiert wird entweder die Fachhochschulreife bzw. die allgemeine Hochschulreife. Alternativ reicht auch ein Haupt-, bzw. Realschulabschluss mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, einem Praktikum oder einem erfolgreich absolvierten Freiwilligendienst in Deutschland.
Weitere notwendige Qualifikationen
Die einzelnen Entsendeorganisationen können je nach Projekt und Zielland weitere Vorkenntnisse verlangen. In der Regel sind Grundkenntnisse in einer der im Einsatzland vertretenen Sprachen erforderlich. Die Teilnehmenden sollten körperlich fit sein und eine ausreichende Belastungsfähigkeit vorweisen können. Insbesondere unter tropischen Bedingungen ist dies erforderlich. Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen oder Behinderungen erhalten aber dennoch die Chance teilzunehmen. Von den Freiwilligen wird Teambereitschaft, Offenheit und Lernbereitschaft, sowie ein respektvolles und tolerantes Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen erwartet. Die Entsendeorganisationen erwarten von den Teilnehmenden ehrenamtliches Engagement, welches bereits bei der Bewerbung nachgewiesen werden muss. Außerdem stellen sie verschiedene Angebote bereit, sodass sich die Freiwilligen bereits vor und auch nach dem Einsatz engagieren können.
Kosten und Finanzierung
Da die Förderung durch das BMZ sehr gut ist, werden bis zu 75% der anfallenden Kosten durch weltwärts übernommen. Diese beinhalten eine Auslandskranken-, Rücktransport-, Unfall- und Invaliditäts-, Haftpflichtversicherung, ein Taschengeld, Unterkunft (Gastfamilie, Wohngemeinschaft oder Apartment) und Verpflegung sowie die Reisekosten. Für die Teilnehmenden können lediglich Kosten für das Visum und Ausgaben für das Auswahlverfahren entstehen. Die restlichen 25 % der Kosten sollen von der Entsendeorganisation gedeckt werden. Allerdings kann nicht jede Entsendeorganisation diese Vorgabe erfüllen. In diesem Fall werden die Freiwilligen gebeten, einen privaten Spender- bzw. Förderkreis zu gründen. Dieser soll die für das Einsatzjahr der Teilnehmenden anfallenden Kosten der Entsendeorganisation von rund € 1.800,- bis € 2.500,- überwiegend decken. Kindergeldberechtigte haben während ihres Einsatzes weiterhin Anspruch auf Leistungen der Familienkasse (Kindergeld).
Welche Organisationen entsenden weltwärts-Freiwillige?
Die Auswahl der Freiwilligen läuft über die Entsendeorganisation, welche die Stellen ausschreibt. Das Verfahren selbst findet gemäß den Richtlinien von "Quifd", der Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten statt. Eine Auflistung der Vereine und Organisationen, die vom BMZ zur Entsendung von Freiwilligen bewilligt sind, befindet sich unter http://www.quifd.de/165_Auslandsdienste.htm. Mit einem Klick auf die jeweilige Website der Entsendeorganisationen lässt sich schnell herausfinden welche Stellen für weltwärts Freiwilligendienste aktuell ausgeschrieben sind.
Was gibt es bei der Bewerbung für einen Dienst bei weltwärts zu beachten?
Bewerber/innen müssen ihre Unterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugnisse) bei der Entsendeorganisation ihrer Wahl einreichen. Die Bewerber/innen können darin auch angeben, welche Einsatzstellen und Tätigkeitsfelder sie bevorzugen. Die Bewerbungsfristen variieren je nach Entsendeorganisation. Die Vorlaufzeit sollte jedoch mindestens 9 Monate betragen. Nach einer erfolgreichen Bewerbung werden die Bewerber/innen zu einem Auswahlseminar mit Vorstellungsgespräch eingeladen. Hier müssen sie sich gegenüber ihren Mitstreiter/innen behaupten. Schließlich schlägt die Entsendeorganisation den ausgewählten Kandidat/innen eine bestimmte Einsatzstelle vor.
(Bildquelle: Pixabay / WikiImages)
Zusammenfassung
18 – 28 Jahre
Auswahlkriterien:Variiert je nach Entsendeorganisation
Einsatzdauer:6 - 24 Monate
Finanzielle Eigenkosten:Kostenbeitrag durch Förderkreis, ggf. Kosten für Visum, Auswahlverfahren
Finanzielle Förderungen:Taschengeld, Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung, Versicherungen, Kosten für Impfungen
- Teilnahme an 25 Seminartagen, Berichte
- Entwicklungspolitisches Engagement
- Deutsche Staatsbürgerschaft oder dauerhaftes Aufenthaltsrecht
- Abitur oder Schulabschluss + Berufsausbildung
Entwicklungs- und Schwellenländer
Arbeitsbereich:Bildung, Gesundheit, Kultur, Menschenrechte, Landwirtschaft und Umwelt



