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Freiwilligenarbeit auf einer Farm

Du wolltest schon immer einmal auf einer Farm oder Ranch im Ausland mithelfen? Die internationale Farmarbeit macht es möglich! Weltweit gibt es viele Hofbesitzer/innen die Unterstützung von engagierten freiwilligen Helfer/innen suchen. Du liebst die Natur und die Arbeit im Freien? Dann könnte dich die Farmarbeit im Ausland interessieren.

Was ist Farmarbeit im Ausland und in welchen Ländern ist Farmarbeit möglich?

Wenn man die Natur wahrhaft liebt, so findet man es überall schön. - Vincent van Gogh

Farmarbeit, Ranchstay, Working Holidays auf einer Farm... es gibt viele Namen für das Arbeiten auf einem Bauernhof. Diese Auslandsprogramme sind sich im Grunde ähnlich. Unterschiede gibt es allerdings hinsichtlich der Art der Höfe, der anfallenden Aufgaben und dem Arbeitspensum.

Die Farmarbeit im Ausland ist auf allen Kontinenten möglich. So können die Freiwilligen z.B. auf Höfen in Australien, Neuseeland, Irland, Norwegen, Kanada, in den USA, in einigen Ländern Lateinamerikas oder auch in europäischen Ländern aktiv sein.

Was erwartet die Freiwilligen bei Farmarbeit?

Die Freiwilligen packen zwischen 3 Wochen und 6 Monaten auf einem Hof ihrer Wahl in unterschiedlichen Bereichen der Farmarbeit mit an. Beispielsweise können die Freiwilligen bei der Fütterung und Pflege der Tiere, beim Melken, bei der Instandhaltung von Zäunen oder Ställen, beim Pflanzen, Sähen oder der Herstellung von Nahrungsmitteln helfen.

Farmarbeit bedeutet aber nicht nur schweißtreibende Arbeit. Selbstverständlich erhalten die Teilnehmenden auch genügend Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen. Für die Zeit der Farmarbeit leben die Freiwilligen bei der Farmerfamilie und tauchen so noch mehr in die Kultur des Landes ein. Die Gastfamilie stellt meist eine kostenfreie Unterkunft und Verpflegung bereit, manchmal auch ein kleines Taschengeld oder sogar eine Vergütung. In manchen Ländern (z.B. Australien, Kanada und Neuseeland) benötigt man dafür ein Working Holiday Visum (Work and Travel).

Farm, Ranch oder landwirtschaftlicher Mischbetrieb?

Vor der Suche nach einem Anbieter bzw. einer konkreten Einsatzstelle sollten sich Interessierte entscheiden, ob sie lieber Farm- oder Rancharbeit leisten möchten oder auf einem Mischbetrieb arbeiten wollen. Doch wo liegt der Unterschied?

Als Farm bezeichnet man einen größeren Hof mit bewirtschaftetem Land, es gibt aber auch Farmen mit Tieren und solche, auf denen sowohl Land bewirtschaftet als auch Tiere gehalten werden (landwirtschaftliche Mischbetriebe). Zu den klassischen Farmen gehören Gemüse- und Obstfarmen, Farmen mit (ökologischer) Landwirtschaft sowie Rinder-, oder Pferdefarmen. Daneben gibt es Höfe für Touristen oder Farmen, auf denen Nahrungs- und Genussmittel erzeugt werden wie z.B. Dairy Farms (Milchfarmen), Wein- oder Käsefarmen.

Eine Ranch ist ein Betrieb ausschließlich für Viehzucht (z.B. Rinder, Pferde). Klassische Ranches mit großen Weideflächen gibt es vor allem in Nordamerika und Kanada. Für welche Art von Farm man sich letztendlich entscheidet, hängt natürlich von den eigenen Interessen ab.

Wer bietet Farmaufenthalte an?

Tipps

Beispiele für Farmarbeit Anbieter:

  • RGV (rainbowgardenvillahe.com): Farmarbeit und Arbeiten mit Tieren in Afrika und Asien
  • WWOOF (wwoof.net): Farmarbeit weltweit
  • Farmstays (farmstays.org): Farmstay mit Sprachkurs; Australien, Neuseeland, Kanada, Südafrika, lateinamerikanische Länder

Weiterführende Informationen:

  • Farmarbeit.de (farmarbeit.de): Unabhängiges Informationsportal der INITIATIVE AUSLANDSZEIT
  • Auslandsjob.de (auslandsjob.de): Unabhängiges Informationsportal der INITIATIVE AUSLANDSZEIT

 

Es gibt zahlreiche Spezial-Reiseveranstalter, die Farm- und Rancharbeit anbieten und Interessierten ein passendes Angebot zusammenstellen können. Dieses beinhaltet neben der Projektplatzierung - je nach Programm – auch Leistungen wie z.B. eine professionelle Beratung, Ansprechpartner vor Ort und teilweise die Transportkosten. Auch die Kombination mit anderen Auslandsaufenthalten z.B. mit Au Pair oder einer Sprachreise ist manchmal möglich. Im Netz finden Interessierte zahlreiche Anbieter von Farmarbeit. Vermittlungsagenturen können bei der Suche nach einem passenden Anbieter ebenfalls helfen.

Engagierte können ihren Farmaufenthalt natürlich auch eigenständig organisieren und sich somit Servicekosten sparen. Interessierte können sich die Organisation des Farmaufenthalts beispielsweise erleichtern, indem sie sich beim internationalen Netzwerk für Freiwilligenarbeit auf Biohöfen weltweit "World Wide Opportunities on Organic Farms" (WWOOF) anmelden. Nachdem man sich bei der Zentralstelle des jeweiligen Ziellandes registriert hat, erhält man eine Liste mit den teilnehmenden Bio-Bauernhöfen. Bei diesen kann man sich anschließend bewerben.

Wer kann Farmarbeit im Ausland machen?

Grundsätzlich kann jede/r Farm - oder Rancharbeit leisten die/der sich für die Landwirtschaft und Tierhaltung/-zucht interessiert und Spaß an der körperlichen Arbeit auf einem Hof im Ausland hat. Teilnehmenden sollten sich auch nicht scheuen, sich die Hände und Kleidung schmutzig zu machen und unter verschiedenen Wetterverhältnissen im Freien zu arbeiten.Flexibilität ist besonders hinsichtlich der anfallenden Aufgaben erforderlich.

Welche formalen Voraussetzungen erfüllt werden müssen hängt vom jeweiligen Programm ab. Oftmals wird ein Mindestalter von 18 Jahren verlangt. Teilweise gibt es ein Höchstalter. In manchen Ländern ist ein Arbeitsvisum erforderlich. In der Regel sind gute Englisch-Kenntnisse oder Kenntnisse in der Landessprache Pflicht. Auch ein Gesundheitszeugnis wird in vielen Fällen benötigt.

 

(Bildquelle: Pixabay / Unsplash)

Zusammenfassung



Altersgrenze:

I.d.R. ab 18 Jahren

Einsatzdauer:

3 bis 6 Monate 

Finanzielle Eigenkosten:
  • Beförderungskosten (Flug etc.)
  • Versicherungen
  • Taschengeld
Ende der Bewerbungsfrist:

Abhängig von Entsendeorganisation/ Anbieter/ Hof

Einsatzbedingungen:
  • Gesundheitszeugnis
  • Ggf. Arbeitsvisum (Australien, Kanada, Neuseeland)
  • Gute Englisch-Kenntnisse, ggf. Kenntnisse in der Landessprache
Zielländer:

Weltweit

Finanzielle Förderungen:

Kostenlose Unterkunft und Verpflegung, manchmal Taschengeld oder Vergütung

Freie Plätze:

Je nach Entsendeorganisation/ Anbieter/ Hof

Arbeitsbereich:
  • Landwirtschaftlicher Bereich
  • Tierpflege und -zucht
  • Handwerkliches
  • Nahrungsmittelproduktion
  • Tourismus